4.2 Sekundärliteratur. Weiterhin besteht eine gewisse Nähe zum Wahrnehmungshorizont des Studenten. Es lassen sich zwei Arten der Beziehung von Erzähler und Figur unterscheiden: der homodiegetische und der heterodiegetische Typ.[8]. Zieht man weiterhin die Unterscheidung zwischen einer extra- und intradiegetischen Ebene der Erzählung hinzu, so ist der Erzähltyp in der Erzählung „Der Tunnel“ von Dürrenmatt ein extradiegetisch-heterodiegetischer: Der Erzähler erster Stufe erzählt die Geschichte des Studenten in der er selbst nicht vorkommt. 2.3.1 Zeitpunkt des Erzählens So kann festgehalten werden, dass die Darstellung von Worten überwiegend in transponierter oder zitierter Form auftritt,was dem dramatischen Modus nahe kommt. Eine Prolepse ist nicht zu finden, da kein Ereignis erzählt wird, das erst später in der Geschichte passiert. Eine typische Ausprägung des zeitdeckenden Erzählens ist die Szene, in der die Dauer der Wiedergabe von Figurenrede weitgehend mit der der Rede selbst übereinstimmt. The construction crew is working on a tunnel through the mountain that will be completed next year. Obgleich man die Gültigkeit der Kommentare und Bewertungen, die der Erzähler über die Figuren abgibt, beispielsweise als er die Studien des Studenten als nebulos (vgl. Die Regelmäßigkeit des Ereignisses wird an dem Wort „jeden“ deutlich. Wenn man auch beachtet, dass der Blickwinkel nicht durchgehend auf die Wahrnehmung des Studenten begrenzt ist, sondern, wie bereits erwähnt, von Kommentaren des Erzählers „[...], der mit seinem fetten Leib, der jetzt nutzlos war und nicht mehr schützte“ (S. 230) begleitet wird, spricht auch das dagegen die Erzählung als einen autonomen zitierten inneren Monolog oder einen Bewusstseinsstroms des Studenten zu sehen. Das Stück „Der Tunnel“ aus der Prosasammlung Friedrich Dürrenmatts erschien 1952 und gehört zu den Hauptwerken des Autors. Insgesamt ist die Umsetzung des Nichtsprachlichen ins Sprachliche mittelbar präsentiert: „Die Plattform, die er betrat, besaß auf beiden Seiten [...]“ (S. 225) und trägt damit nicht zum Eindruck der Gegenwart des Erzählten bei, womit ein Realitätseffekt wegfällt. Die Stellung des Erzählers zum Geschehen meint, ob der Erzähler Teil seiner Erzählung ist oder ob er in dieser nicht vor kommt und ganz hinter sie zurücktritt. - Hohes Honorar auf die Verkäufe 2.1.2 Dauer Sie kann als indirekte Rede in Erscheinung treten und ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gesagte mit verbum dicendi zwar dargestellt wird, aber nicht in den Worten der Person: „Er wisse es nicht, antwortete Keller, er habe sich nur Zeit zum Überlegen schaffen wollen.“ (S. 227). Ein weiteres Kriterium für die Bestimmung der Zeit ist die Frequenz. Dieses gänzlich phantastische Ereignis wird durch den Erzähler ähnlich beschrieben, „als einen sich immer stärker neigenden Zug“ (vgl. Beim einmaligen Erzählen einer einmaligen Sache lautet der Fachbegriff singulative Frequenz und ist somit der am häufigsten vorkommenste Fall einer Erzählung. China II State Key Laboratory of Mine Disaster Prevention and Control, Shandong University of Science and Technology, Qingdao 266590 – P.R.China In Dürrenmatts Der Tunnel trifft das zu und deshalb handelt es sich um eine fiktionale Erzählung. Hier werden die Gedanken indirekt wiedergegeben. Unter Einbeziehung der Tatsache, dass die Erzählung fiktional ist, kann man von einer heterodiegetischen fiktionalen Erzählung sprechen. 06. Hier wurde die Pause durch Einklammerung des erklärenden Sachverhalts gekennzeichnet. Der Modus beschreibt den Grad an Mittelbarkeit und die Perspektivierung des Erzählten. Schlussbetrachtung – Zusammenfassung der Ergebnisse, 4. S. 217) sind ein Indiz dafür, dass die Wahrnehmung nicht ausschließlich an die Figur gekoppelt ist. [4] vgl. Dies ist beispielsweise auch der Fall als der Erzähler die Lokomotive beschreibt (vgl. S. 217), aber ob es zum Zeitpunkt des Erzählens schon Winter war oder sogar einige Jahre danach ist nicht ersichtlich. Get this from a library! Tunnel var lenge den einaste offisielle skrivemåten, men frå 2005 vart tunell innført som jamstilt form ved sida av tunnel i rettskrivinga både for bokmål og nynorsk. 2.2.1 Distanz S. 223) direkt in einer zitierten Rede wiedergegeben wird. Das wird schon im ersten Satz deutlich: „Ein Vierundzwanzigjähriger, fett, damit das Schreckliche hinter den Kulissen (das war seine Fähigkeit, vielleicht seine einzige) nicht allzu nah an ihn herankomme, der es liebte, die Löcher in seinem Fleisch, da doch gerade durch sie das Ungeheuerliche hereinströmen konnte, [...].“(S. 217). S. 217) und die Aussage nicht von dem Student bestätigt wird, ist das eine kommentierte Stellungnahme des Erzählers über den Studenten. Auch die in der gesamten Handlung irrationale Ordnung betont das Fiktionale der Erzählung. Auch die variierende Fokalisierung bewirkt, dass sich der Adressat der erzählten Welt angesprochen fühlt und damit vielleicht sogar selbst zur Figur wird oder zumindest zum Nachdenken angeregt wird. 2.3.2 Ort des Erzählens - Es dauert nur 5 Minuten München 1999, S.95f. The phenomenon first drew attention in the case of alpha decay, in which alpha particles (nuclei of helium atoms) escape from certain radioactive atomic nuclei. Ein Beispiel aus Dürrenmatts Der Tunnel dafür ist die Situation als der Student in den Zug gestiegen ist und „sich mühsam nach hinten durchgearbeitet“ (S. 217) hat. Die Geschichte selbst wird meist von einer narrativen Instanz erzählt. 5: Erzählungen, S. 215-230. 2.1 Zeit München 1999, S.30ff. Der Erzähler ist demnach nah am Bewusstsein der handelnden Figuren, insbesondere des Studenten. Insgesamt handelt es sich bei Dürrenmatts Erzählung um einen narrativen Modus, der aber wenig Distanz aufweist, da die Präsentation der Gedankenrede und gesprochener Rede überwiegend in zitierter Rede auftritt und die Erzählung damit an Mittelbarkeit verliert. 25.08.2007 - Der Tunnel-Love-Truck auf der Loveparade 2007 - Part 1! Søgning på “tunnel” i Den Danske Ordbog. Stuttgart: Reclam 2007, [2] GROßE, Wilhelm: Friedrich Dürrenmatt. Prosa I – IV im Arche Verlag erschienen ist. Er ist damit gar nicht an die Sicht des Studenten gebunden. Das wird an der Verwendung des Präteritums deutlich: „ Die Sonne schien an einem wolkenlosen Himmel, als er seinen Wohnort verließ.“ (S. 217). Ein weiterer Fall der gesprochenen Rede ist die transponierte Rede. DÜRRENMATT, Friedrich: Der Tunnel. M.B. S. 224) und der Zug immer schneller führe (vgl. Bei der erzählten Rede spricht man von einem narrativen Modus. Das Stück Der Tunnel aus der Prosasammlung Friedrich Dürrenmatts erschien 1952 und gehört zu den Hauptwerken des Autors. Insgesamt gesehen ist der Fokalisierungstyp demnach variabel, da einige Aspekte für eine interne aber auch für eine externe Fokalisierung sprechen. Damit sagt er aber wortwörtlich nicht das Selbe wie der Erzähler, womit man von einem einmaligen Erzählen einer sich wiederholenden Handlung ausgehen kann. The new tunnel is expected to cost more than €1 billion, and tolls have been suggested to help finance construction and to manage demand. Ein Extremfall der gesprochenen Rede ist die autonome direkte Rede, wo das Zitierte ohne ein verbum dicendi auftritt, so aber nicht in Dürrenmatts Erzählung auftritt. Das bedeutet, dass die gesamte Handlung in Dürrenmatts Erzählung eine Zeit von etwa einer Stunde beträgt: Angefangen um 17:50 Uhr, als der Zug in Richtung Zürich losfuhr und endend kurz nachdem der Student noch einmal auf seine Uhr geschaut und feststellt hatte, dass es „Achtzehnuhrvierzig“ (S. 227) war, wohingegen die Erzählzeit nur etwa dreißig Minuten beträgt. An den Ereignissen haben reale oder fiktive Figuren teil, die diese ausführen oder erleben. In Dürrenmatts Der Tunnel ist demnach der Autor Friedrich Dürrenmatt, der anhand eines Erzählers die erfundene Geschichte des Studenten erzählt. Deshalb könnte man eher von einem objektivierten inneren Monolog sprechen.[5]. Nach Käte Hamburger[7] könnte man hier auch von einem epischen Präteritum reden, das vorliege, wenn ein späterer Zeitpunkt des Erzählens kaum bestimmbar oder irrelevant ist. S. 217): Alle Körperöffnungen werden bewusst verschlossen, die Ohren mit Watte verstopft, über der Sehbrille eine Sonnenbrille getragen und ihn offenbar beruhigende Zigarren geraucht. tunnel definition: 1. a long passage under or through the ground, especially one made by people: 2. the long passage…. S. 224). Aber auch wenn das Erzählte eng an die Sicht des 24-jährigen gekoppelt zu sein scheint, da der Erzähler gibt kaum mehr preis, als das was der Student sieht, liegt das daran, dass er den Studenten in seinen Handlungen ‚begleitet’ und dass er seine Geschichte erzählt und nicht beispielsweise die des Zugführers. Es handelt sich damit um eine extradiegetische Sprechsituation. Der Zug ist ein Symbol für das in festen Bahnen verlaufende Leben der Menschen, die die sich abzeichnende Katastrophe nicht wahrhaben wollen, sondern sich auf die Alltäglichkeit verlassen. S. 217) ist das eine Annahme in der Gegenwart, die aber nicht zukunftsgewiss ist und damit auch keine Prolepse darstellt. Jeder dieser drei Kategorien kann wiederum in einzelne Unterpunkte ausdifferenziert werden, auf die im weiteren Verlauf der Hausarbeit noch genauer eingegangen wird. Stuttgart: Reclam 2007, S. 136, [11] KNOPF, Jan: Friedrich Dürrenmatt: Der Tunnel. Ob dieser wahr ist, ist subjektiv, denn die hier vorgenommene Bewertung des Erzählten von der narrativen Instanz gehört nicht zu seiner erzähllogischen Funktion und hat damit auch keinen priviligierten Wahrheitsanspruch. Ein weiterer Fall der transponierten Rede ist die erlebte Rede, die ein wenig unmittelbarer ist, als die indirekte Rede, aber auch auftritt. In: Bellmann, Werner (hg. 2.4 Zuverlässigkeit der Erzählinstanz, 3. Dieser Frequenztyp kommt beispielsweise vor, als der Schachspieler sich für seine Unaufmerksamkeit bei dem Studenten entschuldigt, da er sich „mit einem wichtigen Problem der Nimzowitsch-Verteidigung beschäftige“ (S. 220). Der unvermittelte Wechsel von Erzählerbericht und erlebte Rede zeigt folgende Passage: „Er trat wieder zu seiner Ecke und setzte sich (=Erzählerbericht), der Tunnel musste nun jeden Augenblick aufhören, jede Sekunde (=erlebte Rede); [...]“(S. 220). Auch die Erzählerbeschreibung des Äußeren des Studenten (vgl. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich exemplarisch mit der Analyse dieser drei Kategorien der Erzähltheorie am Beispiel der Erzählung „Der Tunnel“ von Friedrich Dürrenmatt. [7] vgl. Dürrenmatts Erzählung ist überwiegend durch eine Nullfokalisierung gekennzeichnet. Tunnels and underground excavations - Tunnels and underground excavations - Tunneling techniques: Tunnels are generally grouped in four broad categories, depending on the material through which they pass: soft ground, consisting of soil and very weak rock; hard rock; soft rock, such as shale, chalk, and friable sandstone; and subaqueous. Die folgende Kategorie des Modus bestimmt, in welcher Entfernung sich der Erzähler den Charakteren gegenüber befindet. ... Entlang des Auebachtals verläuft eines der Hauptstörungssysteme des Semmeringgebiets. München 1999, S. 72, [8] MARTINEZ, Matias; Scheffel, Michael: Einführung in die Erzähltheorie. S. 219) entsteht eine Pause der erzählten Zeit. Er tut das, um zu verhindern, dass das ‚Schreckliche’ hereindringt (vgl. [6] vgl. Does anyone know if I can … 0 Replies: tunnel vision - der Tunnelblick Pl. Unterrichtsmodell zur Behandlung von Enzensbergers Gedicht "flechtenkunde" in der 13. Bei der weiteren Textanalyse ergeben sich jedoch auch andere Sichtweisen: Die vielen Einblicke in das Denken und Fühlen und damit in das Innenleben des Studenten („[...], der Tunnel musste nun jeden Augenblick aufhören, jede Sekunde; auf der Armbanduhr war es nun beinahe zwanzig nach; er ärgerte sich“ (S. 220)) lassen annehmen, dass die Wahrnehmung hier überwiegend auf die des Studenten fixiert ist, so wie bei einem autonomen inneren Monolog. Es handelt sich demnach um eine Rückblende, wenn auch nur eine kurze, die sich auf ein Ereignis vor der Haupthandlung bezieht. Die Narratologie teilt sich in der Theorie von Martinez/Scheffel in drei Gesichtspunkte, die sich auf die Darstellung der Erzählung beziehen. DagNy - das Seelenschiff 294 views. Mit der Analyse anhand der Erzähltheorie nach Martinez/Scheffel konnte eine Vorstellung des Werkes und seiner Intension gegeben werden, wobei Distanz oder Nähe, detaillierte Personen- und Raumbeschreibungen oder knapp gehaltene Ausführungen, neutrale Erzählweise oder eine kritisch einnehmende Haltung gegenüber dem Gesagten, Zeitsprünge oder Zeitraffungen sowie Rückblenden und die Art des Erzählers eine entscheidende Rolle für die Interpretation spielten. Wang I, *; G. Wang II. Die Ebenen wurden bereits unter 2.3.2 als intra- und extradiegetischen Sprechsituation bestimmt. Alexandra Maria Lara Sebastian Koch Heino Herch Der Tunnel Mehmet Kurtulus Hasso Herschel Nicolette krebitz ÜBERSICHT UND KOMMENTARE DER TUNNEL Harry Malchior : er ist der Protagonist. Als der Erzähler dem Leser erklärt, dass der Student nach Zürich fährt, dort am Folgetag ein Seminar besuchen will, das er gar nicht vorhat zu besuchen (vgl. Als gesellschaftskritischer Autor widmete sich Dürrenmatt unter anderem auch der praktischen Theaterarbeit und schrieb selbst viele Bühnenstücke, wie beispielsweise Der Besuch der alten Dame.[2]. Die Urfassung von 1952 unterlag jedoch einigen Veränderungen, so wurde beispielsweise der Schlusssatz: „Obwohl uns Gott hat fallen lassen, stürzen wir dennoch auf ihn zu.“ in der neuen Fassung von 1978 gestrichen, auf welche sich aber die folgende Analyse beziehen wird. ): Klassische deutsche Kurzgeschichten. Based on a true story a group of East Berliners escaping to the West. Find betydning, stavning, synonymer og meget mere i moderne dansk. Auch das trägt zu Ungereimtheiten bei.[11]. Die Handlung wird anhand der dritten Person erzählt: „Das verwirrte ihn.“ (S. 219); „So saß er am Fenster [...]“(S. 218), was typisch ist für die heterodiegetische Erzählweise und zugleich aber auch einen hohen Grad an Mittelbarkeit des Erzählten aufzeigt. In: Gesammelte Werke. Der Tunnel is a made-for-television German film released in 2001 and loosely based on true events in Berlin following the closing of the East German border in August 1961 and the subsequent construction of the Berlin Wall. Genau dies wird vom Erzähler kurze Zeit später nochmals erwähnt (vgl. On his own escape, he is determined the arrange the escape to the West of his sister and her family. Interpretationen. In this presentation, we will be going over: - The development of Jerry as a character Jerry has only a mother and not having any masculine influence he feels as if he … Ditzingen: Reclam 1998, [1] KNOPF, Jan: Friedrich Dürrenmatt: Der Tunnel. 2. Die fiktionalen Geschehnisse haben zwar in unserer Welt keinen Anspruch auf Referenz, da sie Imaginationen eines realen Autors sind, dennoch können die Behauptungen eines fiktiven Erzählers durchaus einen Wahrheitsanspruch innerhalb der erzählten Welt erheben: Die Informationen von der Erzählinstanz können damit einerseits vertrauenswürdig erscheinen, andererseits aber kann der Erzähler sich im Falle der Unzuverlässigkeit, auch in (ungewollte) Widersprüche verwickeln oder den Leser gezielt desinformieren.[9]. Auch dieser Typ tritt in Dürrenmatts Erzählung auf. (tr) to make or force (a way) through or under (something) to tunnel a hole in the wall; to tunnel the cliff (intr; foll by through, under, etc ) to make or force a way (through or under something) he tunnelled through the bracken S. 225) und somit auch keine Handlung stattfindet. Die erzählte Zeit ist die Dauer der erzählten Geschichte, wohin gegen die Erzählzeit die Zeit meint, die ein Erzähler für das Erzählen seiner Geschichte benötigt. Es treten dennoch narrative Anachronien auf: Im Gegensatz zur Prolepse finden wir in Dürrenmatts Erzählung den Fall der externen Analepse. By 1939 its circulation had reached millions. S. 223). Dies ist beispielsweise der Fall als der Student den Schaffner auf den ungewöhnlich langen Tunnel anspricht: „Was wünschen Sie?“fragte er aufs neue, [...] „Wir befinden uns seit Burgdorf in einem Tunnel.“, antwortete der Vierundzwanzigjährige [...] (vgl. S. 230). Das wäre beispielsweise der Fall, wenn der Erzähler schon zu Beginn der Geschichte erwähnen würde, wo sich der Student in einer Stunde befinden wird. Somit wurde das einmalige Ereignis aus zwei Perspektiven, aus Erzähler- und aus Figurenperspektive, und damit wiederholt erzählt. Hier hat der Autor freie Wahl darüber wie er die narrative Instanz gestaltet. Guckt man sich die Figurenrede in Dürrenmatts Der Tunnel genauer an, ist die zitierte Rede entweder als Ergänzung oder Bestätigung zum Erzählten zu sehen oder Erzähler- und Figurenrede stimmen überein: Der Zugführer sagt, dass sie abwärts fahren würden (vgl. Dies ist der Fall, als der Schachspieler davon spricht, dass es in der Schweiz die „meisten Tunnel der ganzen Welt“ (S. 222) gibt und diese Aussage auch szenisch dargestellt wird. Die Erzähltheorie beschäftigt sich mit der Analyse erzählender Texte, welche sich von deskriptiven und argumentativen Texten abgrenzen. Die narrative Instanz ist demnach nicht der Erzähler einer Binnengeschichte, in dessen Rahmengeschichte sie selbst als Figur auftritt.